Mammographie

Dieser Standort hat das Qualitätszertifikat "Mammodiagnostik" der österreichischen Ärztekammer erhalten.

Die Digitalisierung der Mammographie reduziert die Strahlendosis gegenüber der früher verwendeten konventionellen Mammographie.
Derzeit wird von der Universitätsklink Innsbruck folgende Vorgangsweise empfohlen:

  • Im Lebensalter zwischen 40 und 60 Jahren Kontrollen im jährlichen Abstand
  • Ab dem 60. Lebensjahr Untersuchungen im zweijährigen Intervall


Bei entsprechenden Vorerkrankungen der Brustdrüse, familiärer oder anderer Belastung, die ein erhöhtes Entartungsrisiko bedeuten können, individuelle Entscheidung über das Untersuchungsintervall in Abstimmung mit dem betreuenden Arzt/Ärztin.

UNTERSUCHUNGSABLAUF:

Um optimale Bilder bei möglichst geringer Strahlenbelastung zu erzielen,
muss die Brust kurz etwas zusammengedrückt werden, was nicht schmerzhaft sein sollte, jedoch als unangenehm empfunden werden kann. Je besser die Brust komprimiert wird, desto größer ist die Aussagekraft der Röntgenbilder. Es darf nur so viel komprimiert werden, wie die Patientin es zulässt. Da diese Kompression nach Ende der Regelblutung im Allgemeinen (zwischen dem 5. und 10. Tag) als am wenigsten unangenehm empfunden wird, bemühen wir uns, die Untersuchung zu diesem Termin zu vereinbaren. Bilder, die zu diesem Zeitpunkt angefertigt werden, sind auch zumeist besser beurteilbar. Wenn die mammographischen Aufnahmen erstellt worden sind, folgt eine genaue ärztliche Untersuchung und ein Gespräch mit dem Arzt beziehungsweise Ärztin. Falls nötig, wird dann noch eine Ultraschalluntersuchung angeschlossen.

BRUSTKREBSVORSORGE:

Die Mammographie ist die wichtigste Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs. Frauen ab 35 Jahre sollten regelmäßig (alle 1 bis 2 Jahre) eine Mammographie als Vorsorgeuntersuchung durchführen lassen. Das gilt besonders, wenn ein erhöhtes Risiko besteht, etwa wenn Brustkrebsfälle in der Verwandschaft gehäuft aufgetreten sind. Es ist darüberhinaus sehr zu empfehlen, dass jede Frau sich einmal im Monat (am Ende der Regelblutung) die Brust selbst untersucht und auf Veränderungen achten sollte. Sie können die Entstehung eines Tumors in der Brust zwar nicht verhindern, aber sie können dadurch zu einer sinnvollen Vorsorge beitragen, sodass ein eventueller Tumor in einem frühen Stadium erkannt wird beziehungsweise eine entsprechende Untersuchung in die Wege geleitet wird. Je früher ein Tumor entdeckt wird, umso besser sind die Heilungschancen. Bei Tumoren unter 2 cm werden über 90 % der betroffenen Frauen geheilt.

SELBSTUNTERSUCHUNG:

Betrachten Sie Ihre Brust regelmäßig vor dem Spiegel und suchen Sie Veränderungen, wie Verfärbungen der Haut, Einziehungen oder Vorwölbungen. Tasten Sie die Brust einmal monatlich (am besten nach der Regelblutung) auf Verhärtungen und Asymmetrien ab. Diese Verhärtungen sind besonders verdächtig, wenn sie nicht schmerzhaft sind. Wer könnte dies besser bewerkstelligen als Sie selbst, speziell wenn die Selbstuntersuchung regelmäßig durchgeführt wird. Dennoch sollte man sich auch regelmäßigen Untersuchungen beim Arzt oder Gynäkologen unterziehen.

HÄUFIG BEI DER MAMMOGRAPHIE GESTELLTE FRAGEN:

1. Besteht eine Gefährdung durch Druck des Gerätes beziehungsweise
    durch die Strahlendosis?
2. Was ist bei Flüssigkeitsabsonderung aus der Brustwarze zu tun?
3. Genügt zur Vorsorge nicht auch eine Ultraschalluntersuchung der Brust?
4. Meine Mutter (Schwester, Tante, ....) hatte Brustkrebs. Bin ich erblich
    belastet?
5. Wo und wann soll ich mich untersuchen lassen?

Zu 1.: Die Brust muss bei der Röntgenuntersuchung im Aufnahmegerät vorsichtig zusammengedrückt werden. Das ist eine wesentliche Strahlenschutzmaßnahme, da, wenn die Strahlendosis niedriger ist, der Weg durch das Gewebe kürzer sein wird. Außerdem werden dadurch die Bilder schärfer und besser beurteilbar. Die meisten Frauen empfinden das Zusammendrücken als unangenehm. Es ist allerdings nur selten wirklich schmerzhaft und dauert nur einen kurzen Augenblick. Keinesfalls wird jedoch ein Knoten durch Druck bösartig oder durch die Mammographie überhaupt hervorgerufen, wie dies oft von Laien vermutet wird.

Zu 2.: Derartige Absonderungen sind zumeist hormonell bedingt, besonders wenn sie beidseitig auftreten beziehungsweise handelt es sich um eine Funktionsstörung des Brustdrüsengewebes. Bei einer einseitigen Absonderung aus nur einem Milchgang wird eine Kontrastmitteldarstellung des Milchganges im Rahmen einer sogenannten Galaktographie zum Ausschluss von Gewächsen innerhalb des Milchganges vorgenommen.

Zu 3.: Mittels Ultraschall kann eine Unterscheidung getroffen werden, ob es
sich bei einem tastbaren Knoten lediglich um eine (harmlose)
flüssigkeitsgefüllte Cyste handelt oder um einen festen Gewebeknoten. Eine
alleinige Ultraschalluntersuchung reicht zur Vorsoge nicht aus, da kleine
bösartige Tumore, speziell aber derern Vorstufen (DCIS) nur durch kleinste
Verkalkungen erkannt werden können, die sich aber im Ultraschall nicht
richtig darstellen lassen.

Zu 4.: Im Allgemeinen ist die genetisch bedingte Brustkrebsdisposition nicht sehr häufig. Einen gewissen Hinweis dafür ergibt eine Brustkrebserkrankung zweier Personen in 1. Grad-Verwandschaft, speziell wenn er in jungen Jahren (unter 30) aufgetreten ist.

Zu 5.: Stellen Sie bei der Selbstuntersuchung einen Knoten fest, sollten Sie sich von Ihrem Arzt untersuchen lassen. Dieser wird, falls erforderlich, über weitere Schritte entscheiden. Im Regelfall wird er Sie an einen Radiologen zur mammographischen Untersuchung überweisen. Generell sollten Sie ab dem 35. Lebensjahr mit regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen beginnen und alle 1 bis 2 Jahre Mammographien durchführen lassen. Besteht ein erhöhtes Risiko, kann die Mammographie auch öfter durchgeführt werden.